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traditionelle
Lehrerrolle - neue Rolle notwendig?
facilitator
coach
moderator,
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Literatur

Traditionelle Lehrerrolle
Schon fangen die
Probleme an: Welche Rolle hat eine fremdsprachliche
Lehrkraft im "normalen" Englischunterricht
eigentlich?
- "Good
morning boys and girls, good to see you
again."
- "Please take
out your homework. Stefanie, will you read
out what you've written?"
- "Would you
repeat the word 'consciousness' please, it's
quite difficult to pronounce."
- "Does
anybody want to comment on what Steffie
wrote?"
- "Thilo, stop
talking to Niels, please, you get on my
nerves!"
Irgendeine
Beschreibung der traditonellen Lehrerrolle im dominant
lehrbuchzentrierten Unterricht daraus ableitbar?
Für mich nach 19
jähriger gymnasialer Schulpraxis nur schwerlich!
Interessant ist eine Auflistung einiger
Rollenbeschreibungen aus dem Inhaltsverzeichnis von Peter
Strucks (Erziehungswissenschaftler Uni Hamburg)
programmatisch betiteltem Buch "Neue Lehrer braucht
das Land":
Der Lehrer als Selektionshelfer
Der Lehrer als Sozialpädagoge
Der Lehrer als Anwalt des Schullebens
Der Lehrer als Freund der Schüler
Der Lehrer als Spezialist
Der Lehrer als Autor von
Berichtszeugnissen
Der älterwerdende Lehrer und die
Vergreisung von Lehrerkollegien (sic!)
Der Lehrer als Animateur
Der Lehrer als Schulleiter
Der Lehrer als bildungspolitische
Verfügungsmasse
-
-
Das sind längst nicht alle Rollen, die
Struck beschreibt, und noch nicht einmal eine
spezifizierte Rollenbeschreibung für den Englischlehrer
(und natürlich die Englischlehrerin, aber das ist
sprachlich nicht konsequent durchzuhalten, ohne
stilistische Ungeheuer zu produzieren, sorry).
Bach beschreibt Beobachtungen von
mehr oder weniger typischem Lehrerverhalten im
Englischunterricht:
"Wir können beobachten, wie ein
Lehrer eine Unterrichtsstunde, einen
Unterrichtsabschnitt oder eine Lerneraktivität
'orchestriert', wie er Antworten hervorlockt, die
Dynamik der Lernprogression kontrolliert und auf
einzelne Schüler bzw. Gruppenprozesse reagiert. Wir
können beobachten, wie er seine Rolle als Monitor
von Einzelarbeit oder Gruppenarbeit,
Gesprächssequenzen oder Stillarbeitssequenzen
ausfüllt" (Bach 1996, 243).
Ein reiches Bündel von
Lehrerrollen zitiert Bach (1996, 248) nach Lewis:
"Instructor, educator, motivator,
dictator, assessor, mandarin, time-keeper, editor,
counsellor, confessor, fount of all truth, social
organizer, student resource, genial host, language
partner, cheerful steamroller, instant reference
book, sympathetic interlocutor, representative of
authority, baby-sitter, language adviser."
Schön, daß sich auch andere
Gedanken machen über den Lehrerberuf und dessen Aufgabe,
zum Beispiel der Sachverständigenrat Bildung bei der
gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung im März 1999:
"Das neue Leitbild des
Lehrerberufs betont die Moderatoren- und
Erzieherrolle, ohne die Aufgabe des
Unterrichtens aufzugeben. Lehrkräfte
unterstützen Schüler und Schülerinnen in
ihrem Lernen, in der Lernorganisation und den
Lernprozessen; sie werden vielfach Moderatoren von Lernprozessen und geben
Hilfen für den selbständigen
Lernprozeß."
- (zit. nach Frankfurter
Rundschau, 9. März 1999)
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Neue Rolle notwendig?
Peter Struck präsentiert im
Vorwort seines Buches erschlagende Zahlen und kommt zu
einer niederschmetternden Erkenntnis:
"In Deutschland gibt es 700.000
Lehrer an 45.000 Schulen und 11,6 Millionen Schüler
in einem Bildungssystem, für das jährlich mehr als
60 Milliarden Mark ausgegeben werden. [...] Die
deutsche Schule ist nicht mehr zeitgemäß gestaltet,
die pädagogischen Möglichkeiten unserer
Gesellschaft werden nicht optimal genutzt"
(Struck 1994, IX).
Aus der Perspektive des
Englischunterrichts kann der Struck'schen Feststellung
nur zugestimmt werden, was von Ute Rampillon auf den
Punkt gebracht wird:
"Die Lehr- und Lerntraditionen, die
im Fremdsprachenunterricht seit Jahrzehnten üblich
sind, bedürfen der kritischen Reflexion und
Revision" (Rampillon 1997, 68).
I couldn't agree more,
aber wie können Fremdsprachenlehrer das ändern, was
sollen sie eigentlich ändern, welche Rollen sollen sie
übernehmen im Lernprozeß der Informationsgesellschaft
auf dem Hintergrund der didaktischen Positionen,
Ansätze, Anregungen?
Was verbirgt sich hinter leicht
dahingeschriebenen Sätzen wie
"Lehrerinnen und Lehrer werden
längerfristig nicht mehr die Hauptlieferanten von
Informationen und Wissen sein." sowie
"Die Grenzen zwischen Lehrenden und
Lernenden verschwimmen" (Schulz-Zander 1997,
10).
Schaun wir mal etwas
genauer nach und füllen die didaktischen Schlagwörter
der letzten Jahre mit etwas Inhalt.
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facilitator
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-
fac·ili·ta·tor n
a person or thing that makes sth happen
more easily: The teacher acts as a
facilitator of learning.
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