Reinhard Donath: Englischunterricht in der Informationsgesellschaft

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mehr zur Unterrichtspraxis: Arbeit im Computerraum
Online-Suche in der Encarta
Encarta online: 

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CD-ROMS: Infos und Links


Früher, also vor ein paar Jahren, war's noch möglich, einen Überblick über gute CD-ROMs für den Englischunterricht zu erhalten. Das hat sich erledigt, also stimmen die hier genannten Angaben zu CD-ROMs kaum noch. Der didaktische Ansatz jedoch ist nach wie vor aktuell, daher bleiben diese Webseiten online, auch wenn Links nicht mehr aktuell sind, sorry...

CD-ROMs & das WWW 

Unterrichtsbeispiel 1: Chicago

Unterrichtsbeispiel 2: History-Projekt

Detailinfos: Empfehlungen, Preise, Bezugsquellen etc.

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CD-ROMs & das World Wide Web

Der Einsatz des Word Wide Web im Englischunterricht kann in vielen Lernsituationen sehr bereichernd sein. Allerdings ist manches Mal eine Nutzung von CD-ROMs, vor allem von multimedialen Enzyklopädien, am Anfang einer Recherche sinnvoller, da hier die Informationen geballter, ansatzweise auch didaktisierter vorliegen und nicht lange gesucht werden müssen. Die multimediale Aufbereitung und die Verbindung mit Hypertext- bzw. Hypermediastrukturen ist bei guten CD-ROMs der des WWW vergleichbar, so dass Suchstrategien und Informationsbeschaffung quasi offline geübt werden können. Bei den meisten CD-ROMs wie z. B. der Encarta oder Of Mice and Men verschmelzen Offline-Information und Online-Arbeiten, da Links ins WWW vorhanden sind. Gerade bei eher landeskundlichen Themen halte ich eindreistufiges Vorgehen für sinnvoll, wenn es um die Beschaffung und Vertiefung von Informationen geht:

erste sprachliche und inhaltliche Annäherung durch das Lehrbuch

Vertiefung durch Erarbeitung der Informationen in Printmedien und CD-ROMs

ergänzende Recherche im World Wide Web

Damit wird ein zeitaufwendiges Suchen nach Basisinformationen im WWW vermieden. Stattdessen werden systematisch mehr und mehr Informationen erarbeitet, so dass auf der Basis dieses Vorwissens eine wesentlich gezieltere Arbeit im WWW stattfinden kann. Von wem stammt noch die Aussage, dass es eines Wissenden bedarf, um Wissen aus dem WWW zu erwerben?

Zur Lehrerrolle, Unterrichtspraxis und den sich verändernden Lernprozessen gilt bei der Arbeit mit CD-ROMs, was auch auf die WWW-Recherchen zutrifft. Und dazu finden Sie allerlei Informationen |hier|

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Unterrichtsskizze: Chicago

10. Klasse, Klett-Lehrbuch Gym 6, Unit 3, Thema: "The Great Lakes and Chicago". Auf einer Seite werden Informationen über die fünf Großen Seen vermittelt, über Wisconsin und Minnesota und ihre europäische Immigrationsgeschichte. Chicago steht im Mittelpunkt der zweiten Seite, facts und figures wollen Schülerinnen und Schülern (neben neuem Wortschatz) einen Eindruck der Windy City vermitteln. So geht’s wohl, aber was wird eigentlich vermittelt, was bleibt hängen, was also wird tatsächlich gelernt? "Close your books please, we’ll concentrate on these topics for a couple of lessons by help of different learning strategies."

Die Klasse wird in vier Gruppen eingeteilt, die Arbeitsaufträge beinhalten eine gezielte Informationsbeschaffung über die Great Lakes und Chicago. Schulbibliothek und Stadtbücherei stehen ebenso zur Verfügung wie Reisebüro und der Computerraum.

Im Computerraum:

Szenenwechsel: Computerraum; eine Gruppe arbeitet an einem multimediafähigen Rechner mit der CD-ROM Encarta. Eingegebenes Stichwort: "Chicago".

Auf dem Bildschirm entfaltet sich eine motivierende Benutzeroberfläche, die den Schülerinnen und Schülern eine geballte Informationsladung anbietet: Allein der Text über Chicago mit den Zwischenüberschriften Economy, The Urban Landscape, Points of Interest, Educational and Cultural Institutions und History umfaßt im problemlos möglichen Ausdruck vier DIN-A 4-Seiten. Farbig unterlegt, also als hyperlink zu weiteren Stichwörtern und dazugehörigen Artikeln dienend, sind ca. 30 Begriffe, darunter landeskundlich interessante Aspekte wie Lake Michigan, Illinois, Mississippi, American Civil War, Haymarket Square Riot und Prohibition sowie mit Chicago verbundene Namen wie Upton Sinclair und Abraham Lincoln, aber auch die Architekten Frank Lloyd Wright und Ludwig Mies van der Rohe.

Ebenso interessant: sechs Fotos (u.a. das Wrighley Building, die Lakefront und die Picasso Sculpture) sowie ein Stadtplan von Chicago mit Zoom-Funktion vermitteln einen bildlichen Eindruck, der durch informative Kurztexte ergänzt wird.

Und wenn wir schon von einer Multimedia-Enzyklopädie reden: der mit Chicago untrennbar verbundene Blues wird selbstverständlich auch vermittelt, und zwar hörbar: Ein typischer Bluessong verschafft den Schülern einen musikalischen Eindruck ebenso wie eine kurze schriftliche Information über die Merkmale des Blues. Und so ganz nebenbei: unbekannte Wörter können mit einem Doppelklick erschlossen werden, der das Dictionary aktiviert und in einem Fenster sofort einsprachige Worterklärungen liefert.

Sollten alle vier Gruppen mit Multimedia-Enzyklopädien auf CD-ROM arbeiten bzw. durch ein Netzwerk alle Zugriff auf eine CD-ROM haben, könnten die Schüler unterschiedliche Schwerpunkte bilden, um sich gezielter mit ihrem Erkenntnisziel in der Informationsflut auseinandersetzen zu können. Dabei ist es unwesentlich, ob alle mit der gleichen CD-ROM arbeiten oder ob verschiedene Enzyklopädien benutzt werden. Wichtig ist das Ergebnis der Informationsbeschaffung, das -auch hier ist wieder