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Zweites Projekt: "Perfect School"Das Thema "Schule" taucht in allen Lehrbüchern immer wieder auf und macht mit dem britischen bzw. dem amerikanischen Schulsystem bekannt. Daß zu diesem Thema ein informatives und intensives Kommunikationsprojekt verwirklicht werden kann, dürfte offensichtlich sein, schließlich haben alle SchülerInnen dazu etwas zu schreiben! Auch hier gilt, daß ein nur wenige Unterrichtsstunden umfassender Informationsaustausch bereits eine Menge landeskundliches Wissen vermitteln kann.Einschub: Kurzprojekt: A typical school-day Reizvoll mag aber auch ein längeres Projekt sein, daß zum Beispiel im Anschluß an die Lektüre von Isaac Asimovs Kurzgeschichte "The Fun They Had" (in vielen Lehrbüchern, enthalten, z. B. Klett, Green Line 4) realisiert werden kann. Die folgende Unterrichtseinheit ist als Beispiel für ein fünfwöchiges Projekt zu sehen, das aber auch auf drei Wochen reduziert werden oder sich ausschließlich auf den Aspekt der Beschreibung einer Traumschule konzentrieren könnte: Projektvorschlag "Perfect School" (Grade 9/10) 1. Week: Getting in touch and introduction
2. Week: The perfect school
3. Week: School reality
4. Week: Changes
5. Week: Summary and evaluation
Susanne Müller (Kopernikus-Gesamtschule) beschreibt in ihrer 2. Staatsexamensarbeit ihr auf vier Wochen geplantes Projekt "School - Reality and Dream" mit einer neunten Klasse: "Dieses Projekt kann als Anschluß an die zweite Unterrichtseinheit des in meinem EU benutzten Lehrwerks "Learning English, Red Line 5" betrachtet werden. In dieser UE beschäftigten wir uns mit dem Schulsystem in Großbritannien. Zusätzlich sprachen wir über das deutsche Schulsystem. Um das Thema school system abzurunden, lernten die Schüler auch das Schulsystem der USA kennen." Eine der Unterrichtsstunden, die in ihrer Staatsexamensarbeit dokumentiert wurde, soll hier wiedergegeben werden, um einen Einblick in eine vielleicht typische "email-Stunde" und ihre didaktischen Implikationen zu vermitteln: Stundenthema: "Dream School" - Texteschreiben
(Auszug aus der 2. Staatsexamensarbeit von Susanne Müller,
Kopernikus-Gesamtschule) Stundenziel: Die Schüler schreiben einen Brief an ihre American pen pals zum Thema "Our dream school". Lernvoraussetzungen Die für die Bearbeitung des Themas benötigte Lexik zum Wortfeld "Schule" ist aus den vorangegangenen Stunden ausreichend bekannt. Ein Text zum Thema "School reality" wurde bereits produziert, so daß davon Textstrukturen übernommen werden können. Begründung des methodischen Vorgehens Der Schwerpunkt der Stunde wird auf die Textproduktion gelegt. Zu Beginn der Stunde werden die in der vorangegangenen Stunde gemeinsam ausgedachten Fragen zum Thema "Dream School" von den Schülern an die Tafel geschrieben (When should school start? When should school end? What time-table do you like best? What else should be there at your dream school?). Eine weitere Strukturhilfe wird durch ein Arbeitsblatt "The time-table I like best" gegeben, welches die Schüler in ihrer email Partnergruppe ausfüllen. Arbeitsblatt: name: The time-table I like best
no lesson of............................................................
Anschließend wird der Text von den Paaren gemeinsam geschrieben, wobei die formalen Anforderungen eines Briefes (Grußformeln) beachtet werden sollen. In der folgenden Stunde werden die Texte in den Computer eingegeben. Die entstandenen Computertexte wurden von mir durchgesehen, die Fehler angestrichen und in der nächsten Stunde für ein proofreading wieder in die Lerngruppe gegeben. Verlaufsdarstellung
Sch - Sch, Partnerarbeit
Phasenziel: Die Schüler schreiben einen Brief zum Thema "Our dream school". Didaktischer Kommentar: Die Schüler benutzen bei der Textproduktion die Leitfragen an der Tafel und das ausgefüllte Arbeitsblatt als Strukturhilfen. Sie besprechen sich untereinander und üben sich somit in Partnerarbeit. Zur Klärung aufkommender Fragen benutzen sie ein Wörterbuch. Analyse der 4. Phase Nachdem die Schüler bereits einen Brief über Schulrealität an ihre amerikanischen Schüler geschrieben hatten, wurde die Idee, jetzt einen Brief über ihre Traumschule zu schreiben, mit großem Enthusiasmus aufgenommen. Wie die entstandenen Texte zeigten, entwickelten die Schüler hervorragende Ideen, wie die Schule aussehen sollte, in der sie sich wohlfühlen. Hier hatte sich also wieder die Schülerorientiertheit des zu bearbeitenden Themas gezeigt. Eine Veröffentlichung dieser Ideen ist geplant. Die Texte werden einerseits im reader nachzulesen sein, andererseits ist auch die Erstellung einer Wandzeitung vorgesehen, in der die inzwischen eingetroffenen Ideen der Amerikaner zur Traumschule unseren Ideen gegenübergestellt werden sollen. Das Schreiben der Texte in Partnerarbeit hat sich als eine gute Methode herausgestellt, flossen doch Ideen von beiden Seiten ein, die zu einem Text verarbeitet werden mußten. Die Schüler diskutierten miteinander ihre Vorstellungen und lernten, einen Konsens zu finden. Die als Strukturhilfe gedachten Fragen wurden tatsächlich benutzt und halfen den Schülern, ihre Gedanken zu ordnen. Auch hatte sich der Einsatz des Arbeitsblattes "The time-table I like best" als Vorbereitung auf die Textproduktion bewährt. Strukturen des Arbeitsblattes wurden bei der Textproduktion verwendet. Trotzdem stellten die Schüler mir noch sehr viele Fragen nach bestimmten Vokabeln, worauf ich sie erinnerte, es mit Umschreibungen zu versuchen. Nur im Notfall verwendeten sie ein deutsch-englisches Wörterbuch. Von der Möglichkeit, die Rechtschreibung mit Hilfe eines englisch-deutschen Wörterbuches zu überprüfen, machten die Schüler nicht in dem Maß Gebrauch, wie ich es erhofft hatte, zeigten die Texte doch etliche Rechtschreibfehler auf. Schwerwiegende Grammatikfehler bzw. falsche Wortwahl tauchten kaum auf. Alle Texte waren verständlich, und die kommunikative Absicht wurde deutlich. An der Erweiterung der kommunikativen Kompetenz Schreiben wurde in dieser Stunde erfolgreich gearbeitet.
From: smueller@blnskop.be.schule.de
Subject: dream school Hi Katy and Michelle We are fine. What's up? What about school? We are writing you now a few lines about our dream school. Our school should start at 10 a. m. and end at 2 p. m. There should be lessons of Maths and Computer Studies, no lessons of French and Latin. There should be lots of lessons of P. E. First leson on Monday should be Arts and last lesson on Friday should be Domestic Sciences. Now we have some questions to you!
Bye, Klaudia and Eliza
Hi Matt and Kevin Today we are going to write you a letter. The topic will be our dream school. Our school should start at 11 a. m. and end at 1 p. m. The first lesson on Monday should be Sports and also the last lesson on Friday should be Sports, too. But also on the other days there should be Sports on the timetable. Chemistry should be dropped from the timetable and replaced by English. Two lessons Maths in the week are also possible. The teacher should do only oral lessons, and in every subject only one test in the year is enough. In the breaks it should be possible to leave school. Food and drinks should be free in the cafeteria. Homework? The teachers have to do it for us. Teachers have to be friendly and should respect us. That's our dream school.
How does your dream school look like? Lars & Simon [ zurück | Seitenanfang | Inhalt | vor ] zusammengefaßt von + © by: Reinhard Donath, Aurich 1996 |